Wer mit deutschem Pass nach Australien reist, braucht eine elektronische Reisegenehmigung, aber keine teure. Der Weg heißt eVisitor (Subclass 651), er ist kostenlos und wird online über das ImmiAccount beantragt. Keine ETA-App, keine 190-AUD-Gebühr des Visitor Visa, kein Mittelsmann. Dieser Leitfaden trennt die drei Visumtypen Australiens, zeigt, wer welchen nutzt, was sie kosten und wie man Betrugsseiten erkennt.
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Beginnen wir mit der Wahrheit, die Ihnen Zeit und Geld spart: Wer mit deutschem Pass nach Australien reist, braucht eine elektronische Genehmigung, aber keine teure und keine komplizierte. Es gibt kein „einfach mit dem Pass durch", wie man es von einer Reise innerhalb Europas kennt. Aber es gibt etwas fast genauso Bequemes — den eVisitor, kostenlos, online, in Minuten beantragt.
Das verwirrt viele, und zwar aus einem bestimmten Grund. Im Netz kursiert die Idee einer „australischen ETA für alle". Sie lesen Berichte von Amerikanern, die sich die ETA in zehn Minuten per Smartphone geholt haben, und nehmen an, das gelte auch für Sie. Tut es nicht — aber zu Ihrem Vorteil. Die ETA ist nicht Ihre Tür. Ihre Tür ist der eVisitor, und der ist sogar gebührenfrei, während die ETA eine Servicegebühr kostet.
Ihr Weg hat einen Namen und eine Nummer: eVisitor, Subclass 651. Er ist an die Staatsangehörigkeit des Passes gebunden, und der deutsche Pass steht auf der berechtigten Liste — wie die meisten europäischen Pässe. Beantragt wird er online über das ImmiAccount des Department of Home Affairs. Keine Botschaft, kein Termin, kein Papier.
Dieser Leitfaden trennt die drei Tourismus-Genehmigungen Australiens (601, 651 und 600), zeigt, wer welche nutzt, und konzentriert sich auf das, was für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum zählt: wie man den eVisitor beantragt, was Australiens Einwanderung trotz der einfachen Genehmigung sehen will, und welche Betrugsmaschen jeden umkreisen, der „Visum Australien" googelt.
Die drei Eingangstüren: ETA, eVisitor und Visitor Visa
Australien bietet drei verschiedene Genehmigungen für Touristen und kurze Geschäftsreisen an. Sie wirken wie konkurrierende Alternativen, sind es aber nicht. Welche Sie nutzen, hängt von Ihrem Pass ab, nicht von Ihrer Vorliebe. Sie wählen nicht die ETA, weil sie schneller klingt — Sie nutzen die Tür, für die Ihr Land freigeschaltet ist.
- ETA — Electronic Travel Authority (Subclass 601). Elektronische Genehmigung, an den Pass gebunden. Für eine bestimmte Ländergruppe. Beantragt über die App Australian ETA.
- eVisitor (Subclass 651). Ebenfalls elektronisch, ebenfalls schnell, aber kostenlos und auf europäische Pässe beschränkt. Beantragt über das ImmiAccount. Das ist Ihre Tür.
- Visitor Visa (Subclass 600). Das „klassische" Besuchervisum für alle, die in keine der beiden oberen Türen passen. Mit Gebühr, ausführlichem Formular und Prüfung. Beantragt über das ImmiAccount.
Die Regel, die alles zusammenfasst: Steht Ihr Pass auf der europäischen Liste, nutzen Sie den eVisitor. Steht er auf der ETA-Liste, nutzen Sie die ETA. Steht er auf keiner von beiden, bleibt das Visitor Visa 600. Für deutsche Pässe — und für österreichische und Schweizer — gilt der erste Fall: eVisitor. Ohne Ausnahme.
eVisitor (Subclass 651): kostenlos, schnell, und genau Ihre Tür
Der eVisitor ist Ihr Visum. Gebührenfrei, ohne jede Regierungsabgabe, gültig 12 Monate, mehrfache Einreisen, bis zu 3 Monate pro Aufenthalt. Er wird online über das ImmiAccount beantragt und meist zügig genehmigt — bei vielen Antragstellern binnen Stunden, oft taggleich.
Die Bedingung, die für Sie zum Vorteil wird: Der eVisitor ist ausschließlich für Pässe europäischer Länder reserviert. Die Liste umfasst die gesamte Europäische Union — Deutschland, Österreich, Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, die Niederlande und so weiter — plus eine Reihe nicht-EU-europäischer Staaten.
Wichtig für Reisende aus der Schweiz: Die Schweiz ist ebenfalls eVisitor-berechtigt, obwohl sie nicht zur EU gehört. Wer einen Schweizer Pass hat, geht denselben kostenlosen Weg wie Deutsche und Österreicher. Auf der europäischen Liste stehen außerdem das Vereinigte Königreich, Norwegen, Island, Liechtenstein, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikan.
Worauf Sie beim eVisitor achten sollten:
- Er ist an den Pass gebunden, mit dem Sie beantragen. Reisen Sie mit demselben Pass, mit dem Sie den eVisitor beantragt haben. Erneuern Sie den Pass nach der Genehmigung, hängt der eVisitor am alten Passnummer — dann beantragen Sie schlicht einen neuen, kostet ja nichts.
- Er erlaubt keine bezahlte Arbeit. Tourismus, Familienbesuch, kurze Geschäftstermine ohne Vergütung — ja. Job, Ernte gegen Lohn, Honorararbeit vor Ort — nein. Dafür gibt es ein eigenes Visum (siehe weiter unten).
- Aufenthalt bis zu 3 Monate pro Einreise, innerhalb der zwölfmonatigen Gültigkeit. Wer länger am Stück bleiben will, braucht ein anderes Visum.
Beantragen Sie den eVisitor selbst über das ImmiAccount. Es kostet nichts und dauert nur wenige Minuten. Jede Seite, die für diesen kostenlosen Vorgang eine Gebühr verlangt, ist ein kommerzieller Vermittler — oder schlicht Betrug.
ETA (Subclass 601): schnell, günstig, aber nicht Ihr Weg
Die ETA ist die andere elektronische Tür — die schnellste, aber nicht die für Sie. Sie ist eine an die Passnummer gebundene Genehmigung, ohne etwas, das in den Pass geklebt wird. Sie gilt 12 Monate, erlaubt mehrfache Einreisen und Aufenthalte von bis zu 3 Monaten pro Besuch. Das Visum selbst ist gebührenfrei — es fällt nur eine Servicegebühr von AUD 20 für die App an.
Hier liegt der Unterschied zum eVisitor: Seit 2022 lässt sich die ETA nur über einen Weg beantragen — die offizielle App Australian ETA (iOS und Android). Keine Website, kein Web-Formular, keine Agentur. Man lädt die App, scannt den Chip des Passes mit dem Smartphone, zahlt die AUD 20 und erhält in den meisten Fällen rasch die Freigabe.
Wer die ETA nutzt: Pässe von USA, Japan, Kanada, Singapur, Südkorea, Malaysia, Hongkong (SAR), Brunei und einigen weiteren. Es ist eine kurze Liste von Ländern mit einem spezifischen Abkommen mit Australien.
Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen nicht auf dieser Liste — und das ist gut so. Sie brauchen die ETA nicht. Ihr Weg ist der eVisitor, der gebührenfrei ist, während die ETA eine Servicegebühr kostet. Wenn Sie also auf eine Seite stoßen, die Ihnen die „ETA für Deutsche" andreht, ignorieren Sie sie: Dieses Produkt brauchen Sie nicht und der Weg führt am Falschen entlang.

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Curadoria Voyspark
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